Ubisoft: Nur noch Top-Hits sind profitabel

Tue 31 Aug 2010 12:45pm GMT / 8:45am EDT / 5:45am PDT

Ubisofts Europa-Geschäftsführer Alain Corre sieht keinen Raum mehr für Nischentitel im Konsolenmarkt. Der Publisher will sich daher auf nur wenige Kernmarken konzentrieren.

Die Entwicklungskosten im Konsolenmarkt haben laut Europa-Geschäftsführer Alain Corre Dimensionen angenommen, die keinen Raum mehr für Nischentitel lassen. Das sagte Corre im Interview mit GamesIndustry.biz.

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Will sich auf Kernmarken konzentrieren: Alain Corre, Ubisoft.

"Spiele, die nicht Triple-A-Titel sind, sind nicht mehr profitabel", so Corre. "Und das hat sich in den letzten 18 Monaten verändert." "Wenn man einen Triple-A-Blockbuster produziert, dann kostet es mehr, ihn zu entwickeln, aber am Ende des Tages gibt es die Chance, mehr zu erlösen, da es eine Konzentration an der Chartspitze gibt. Bis zu einem gewissen Ausmaß ist es weniger riskant geworden, mehr in ein einzelnes Spiel oder eine Marke zu investieren, anstatt die Investitionen über drei oder vier Spiele zu verteilen. Denn wenn diese drei oder vier Spiele nicht ein bestimmtes Qualitätsniveau erreichen, kann man sicher sein, Geld zu verlieren."

"Das Geschäftsmodell hat sich verändert und wir haben die Art, wie wir Hardcore-Spiele machen, verändert. Wir hören auf, an Hardcore-Games zu arbeiten, wenn wir nicht sicher sind, das richtige Niveau zu erreichen. Und das ist der Grund, warum wir uns auf Kernmarken konzentrieren, da es das ist, was der Markt will – etwas Neues mit einer riesigen Qualitätsproduktion dahinter. Der Markt trägt nicht mehr die gesamte Bandbreite an Produkten, wie es früher der Fall war." Laut Alain Corre ist es daher unwahrscheinlich, dass Ubisoft in der laufenden Konsolengeneration nach dem Strategiespiel R.U.S.E. noch neue Marken einführt.

"Um eine neue Marke zu etablieren, muss man viel investieren, sehr viel Marketing betreiben und wenn man dann die enormen Entwicklungskosten plus die Marketinginvestitionen betrachtet, kann man immer noch nicht sicher sein, die Zielgruppe 100 prozentig zu treffen."

Insbesondere zum derzeitigen Stand des Lebenszyklus der Heimkonsolen sei man vorsichtig, neue Marken einzuführen. "Wir konzentrieren uns auf die Marken, die wir haben und stellen sicher, sie auf ein noch höheres Qualitätsniveau zu bringen. Das vollständige Interview mit Alain Corre lesen Sie hier.

Über den Autor

Christoph Holowaty
Christoph Holowaty started the German edition of GamesIndustry in 2010. With over twenty years experience in journalism and the video game business, he was the original founder of MCV in 1995. At Computec Media he had multiple roles such as Co-Editor of PC Games and Chief Reporter for all Computec magazines and websites.

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