Ubisoft: Verluste steigen trotz höherer Umsätze
Der Publisher meldet einen Netto-Verlust von 89,8 Mio. € für die erste Jahreshälfte. Insbesondere R.U.S.E. und HAWKX 2 lagen unter den Erwartungen.
Ubisoft hat trotz höherer Umsätze in der ersten Jahreshälfte steigende Verluste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet. In den ersten sechs Monaten betrug der Nettoverlust 89,8 Millionen € (+34,5%). Der Umsatz stieg von 166 Mio. € auf 260 Millionen, was Ubisoft auf höhere Digitalumsätze wie etwa durch den Titel Scott Pilgrim Vs The World für XBLA und PSN, Download-Addons und PC-Spiele zurückführt.
Tom Clancy's HAWX 2 und RUSE liegen dagegen nicht innerhalb der Erwartungen des Publishers; jedoch hielt sich der Umsatz mit Backkatalog-Titeln wie Just Dance auf solidem Niveau. Tom Clancy's Ghost Recon: Future Soldier und Driver: San Francisco wurden dagegen ins nächste Geschäftsjahr verschoben.
„Ubisoft gewinnt weiterhin an Marktanteil in den ersten neun Monaten 2010", sagt Ubisoft-CEO Yves Guillemot. "Unsere Umsatzzahlen in der ersten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2010-11 wurden angetrieben durch eine größere Zahl an Top-Titeln, stabilen Backkatalog-Verkäufen und sehr positiven Erträgen aus unseren digitalen Aktivitäten."
„Das Marktumfeld bleibt jedoch hart, und obwohl unser Rohertrag stark angestiegen ist, war der Anstieg geringer als wir erwartet hatten und wir mussten verschiedene veröffentlichte Titel schneller abschreiben."
Der Umsatz des Mitte Oktober veröffentlichten Just Dance 2 würden um 75 Prozent und die Vorverkäufe von Assassin's Creed: Brotherhood um 25 Prozent über denen der Vorgänger liegen. Der kinect-Titel Your Shape: Fitness Evolved ist in den USA der Bestseller unter den Lizenznehmertiteln.
Guillemot erwartet Umsätze in Höhe von 960 Millionen € für das Gesamtjahr.
"Wir überprüfen weiterhin die Rolle unserer Studios, der Organisation und der Strukturen, um den neuen Herausforderungen unserer Industrie gerecht zu werden und konzentrieren uns auf das Angebot hochgradig innovativer und kreativer Produkte", sagte Yves Guillemot. „Gleichzeitig erhöhen wir das Qualitätsniveau, indem wir neue Folgen unserer größeren Marken regelmäßiger veröffentlichen, Spielern eine sogar noch bessere Online-Spielerfahrung bieten, und eine konstant wachsende Zahl an Gelegenheitsspielern erreichen."
Ubisoft hatte im Rahmen der Bekanntgabe der Geschäftsberichte zudem bekannt gegeben, eine bestimmte Anzahl an bereits in Produktion befindlicher Projekte gestrichen zu haben und Geschäftsfelder restrukturiert zu haben, was zu Abschreibungen in Höhe von 62,1 Millionen € geführt hat.

Please register or log in to Gamesindustry International below to read and submit comments.