Gabe Newell: "Piraterie ist für Valve kein Thema"
Der Valve-Mitgründer zieht eine positive Bilanz für die Online-Distributionsplattform Steam. Selbst im Piraterie-Territorium Russland ist Valve erfolgreich.
Für Valve-CEO Gabe Newell ist Piraterie "kein Thema". Das sagte Newell gegenüber dem Cambridge Student. Hintergrund ist die Service-Orientierung beim Aufbau der Distributionsplattform Steam. "Grundsätzlich glaube ich, dass es eine fundamentale Fehleinschätzung über Piraterie gibt", so Newell. "Piraterie ist fast immer ein Serviceproblem und nicht ein Preisproblem."
"Wenn ein Raubkopierer ein Produkt überall in der Welt jeden Tag 24 Stunden auf dem PC anbietet und der legale Anbieter sagt, das Produkt ist mit einem Regionalcode versehen, kommt in dein Land drei Monate nach der US-Veröffentlichung und kann nure im stationären Einzelhandel erworben werden, dann ist der Service des Raubkopierers wertvoller."
Die meisten Kopierschutzmethoden würden nach Newells Auffassung den Wert eines Produktes verringern, "indem sie entweder direkt Verbraucher beschränken oder Unsicherheit schaffen. Unser Ziel ist es, einen besseren Service als die Piraten zu bieten, und das war erfolgreich genug für uns, dass Piraterie für unser Unternehmen grundsätzlich kein Thema ist."
Selbst in Russland, wo der überwiegende Teil der Software schwarz kopiert wird, ist Valve nach eigenen Angaben erfolgreich.
"Beispiel: Als wir in den russischen Markt gegangen sind, hat man uns gesagt, dass Russland Zeitverschwendung ist, weil jeder unsere Produkte raubkmopieren würde", berichtet Gabe Newell. "Russland wird nun bald unser größter Markt in Europa."

Please register or log in to Gamesindustry International below to read and submit comments.