Witcher 2: CD Projekt rechnet mit 4,5 Mio. Raubkopien

Wed 30 Nov 2011 10:16am GMT / 5:16am EST / 2:16am PST

Dennoch will Firmenchef Iwinsky auch weiterhin auf Kopierschutzmaßnahmen aus Rücksicht auf die ehrlichen Spieler verzichten.

Marcin Iwinsky, Mitgründer und CEO von CD Projekt, will trotz geschätzter 4,5 Millionen Raubkopien von The Witcher 2 weiterhin auf einen Kopierschutz verzichten. Hintergrund: Kopierschutzmaßnahmen würden ehrliche Spieler mehr behindern als Piraten.

"Von Anfang an waren unsere Hauptwettbewerber im Markt Softwarepiraten", so Iwinsky. "Die Frage war wirklich nicht, ob die Firma X oder Y mehr Marketing macht oder bessere Produkte auf den Markt bringt, sondern: Wie können wir Spieler überzeugen, die legale Version zu kaufen und nicht irgendwo beim Straßenhändler eine Raubkopie zu erwerben? Natürlich haben wir mit sämtlichen verfügbaren Kopierschutzsystemen experimentiert, aber offen gesagt hat nichts funktioniert. Was auch immer wir benutzt haben, wurde in einem oder zwei Tagen geknackt, in Massen kopiert und war sofort auf der Straße zu einem Bruchteil unseres Preises verfügbar."

CD Projekts Strategie besteht nun darin, Mehrwert unter anderem durch Soundtracks, Making-of-CDs oder Sammlergegenständen zu schaffen.

"Der Kopierschutz selbst ist eine Last für unsere legalen Spieler. Diese Gruppe ehrlicher Leute, die unser Spiel für 50 Euro wertschätzen, haben es gekauft. Warum sollte man deren Leben schwieriger machen?"

Über den Autor

Christoph Holowaty
Christoph Holowaty started the German edition of GamesIndustry in 2010. With over twenty years experience in journalism and the video game business, he was the original founder of MCV in 1995. At Computec Media he had multiple roles such as Co-Editor of PC Games and Chief Reporter for all Computec magazines and websites.

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