Viacom soll 383 Mio. Dollar an Rock-Band-Entwickler zahlen
Der Medienkonzern will sich gegen den Schiedsspruch zugunsten der ehemaligen Harmonix-Eigentümer wehren und hat Einspruch eingelegt.
Medienkonzern Viacom soll gemäß eines Schiedsspruchs weitere 383 Millionen Dollar an die ehemaligen Eigentümer des Rock-Band-Herstellers Harmonix zahlen. Viacom hat nach Berichten der LA Times gegen die Entscheidung Einspruch erhoben, da Beweismaterial nicht in die Untersuchung eingebracht worden wäre.
Nach dem Verkauf von Harmonix Ende letzten Jahres hatten die Anteilseigner eine Klage in Höhe von 550 Millionen US-Dollar wegen ausstehender Bonuszahlungen angestrengt. Für die Umsätze mit Rock Band im Jahr 2007 hatte Viacom bereits 150 Millionen Dollar geleistet, die Zahlungen ab 2008 aber eingestellt. Diesen Betrag hatte Viacom wieder zurück gefordert.
Viacom hatte Harmonix im Jahr 2006 über das Tochterunternehmen MTV Networks erworben. Ende 2010 hatte Viacom den Entwickler zum symbolischen Preis von 50 Dollar an ein Investorenkonglomerat veräußert, dabei aber Steuerersparnisse von rund 50 Millionen Dollar erzielt.
Trotz großer Stückumsätze zum Beispiel mit Rock Band: The Beatles, von dem 10 Millionen Einheiten verkauft wurden, hatte Viacom wegen der subventionierten Gitarren- und Instrumente-Peripherie ständig Verluste eingefahren.

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