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West & Zampella: Schwere Vorwürfe gegen Activision-Chef Kotick

West & Zampella: Schwere Vorwürfe gegen Activision-Chef Kotick

Fri 25 May 2012 10:51am GMT / 6:51am EDT / 3:51am PDT
Recht

Robert Schwartz, der die Infinity-Ward-Gründer im Streit mit Activision vertritt, wirft Bobby Kotick (Foto) eine gezielte Intrige gegen Jason West und Vince Zampella vor. Sogar das Hacken von emails soll angeordnet worden sein.

Robert Schwartz, Anwalt der ursprünglichen Gründer von Infinity Ward, hat gegen Activision und Firmenchef Robert Kotick schwere Vorwürfe erhoben. Kotick habe bereits Monate vor Beginn der Vertragsverhandlungen mit Jason West und Vince Zampella vorgehabt, beide loszuwerden. Die Intrige sei so weit gegangen, dass ein IT-Mitarbeiter dazu aufgefordert worden sei, die persönlichen email-Accounts von West und Zampella zu knacken, um belastendes Material zum Nachweis eines Fehlverhaltens zu finden.

"Nun, sie [Activision] haben eine geheime Untersuchung rund ein Jahr zuvor namens Project Buzz begonnen, und später wurde es Project Icebreaker genannt", so Schwartz in einem gemeinsamen Interview mit Vince Zampella und Jason West gegenüber GameInformer. "Es ging darum, zu sehen, was diese Jungs machen und ob sie sie feuern sollen, und wenn sie sie feuern, wer soll ihren Platz einnehmen?"

Zu dem Vorgang soll eine PowerPoint-Präsentation vorliegen.

George Rose, früherer Chef-Anwalt von Activision, soll im Mai 2009 den IT-Mitarbeiter Thomas Fenady angeblich im Namen von Bobby Kotick dazu aufgefordert haben, die emails von West und Zampella zu knacken, um ihnen ein Fehlverhalten nachweisen zu können. Fenady habe das nach Robert Schwartz´ Angaben bereits bezeugt.

Währenddessen wurde der Prozessbeginn vom 29. März auf den 1. Juni verlegt. Der zuständige Richter hatte die Sachlage als "vergleichsweise einfach" bezeichnet und 20 Verhandlungstage angesetzt.

Im März 2010 hatten Jason West und Vince Zampella nach ihrer Entlassung von Infinity Ward eine Klage gegen Activision in Höhe von 34 Mio. Dollar eingereicht. Das Duo wirft Activision Vertragsbruch und Betrug vor. Die Betrugsvorwürfe basieren dabei auf einen neuen Vertrag, den West und Zampella nach der Fertigstellung von Call of Duty 4 erhalten hatten.

Nun behaupten die ehemaligen Infinity-Ward-Mitarbeiter, Activision habe nie geplant, den Vertrag zu erfüllen, sondern habe deren Kündigung beabsichtigt.

Im Gegenzug hatte Activision Vince Zampella und Jason West sowie deren neuen Partner Electronic Arts auf 400 Mio. Dollar verklagt. EA hatte West und Zampella dabei geholfen, Respawn Entertainment zu gründen. Dabei, so der Activision-Vorwurf, habe EA die beiden dazu ermuntert, geistiges Eigentum von Infinity Ward zu entwenden.

Die Klage gegen Electronic Arts hat Activision jedoch mittlerweile im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung zurück gezogen.

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