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Digitale Distribution: Take-Two-Chef sieht keine Gefahr für den Handel

Tue 29 Jun 2010 12:54am GMT / 8:54pm EDT / 5:54pm PDT
HandelOnlinePublisher

Ben Feder vergleicht non-physische Distribution mit der Einführung der VHS-Kassette, nach der sich die Kino-Umsätze nicht verringert, sondern erhöht hätten.

Take-Twos Chief Executive Officer hat in einem Interview die Erwartung geäußert, dass die digitale Distribution die Absatzpotenziale für den stationären Einzelhandel nicht etwa verringern, sondern eher erhöhen würde.

"Digital ist in aller Munde und es bedeutet verschiedene Dinge für verschiedene Leute", so Ben Feder gegenüber VentureBeat. "Unsere Sicht ist, dass die digitale Distribution tendenziell eher den Markt für jedes existierende Medium erweitert. Es gibt keine 1:1 Kannibalisierung, eher im Gegenteil. Ein gutes Beispiel ist es, als PayTV oder VHS auf den Markt kamen, verhielten sich die Filmstudios so, als würde das die Kinoumsätze kannibalisieren. Tatsächlich führte es dazu, dass sich die Kinoumsätze verdoppelt oder sogar verdreifacht haben."

Der Grund liege darin, dass die Verbraucher die Medien entweder mehrfach konsumieren würden oder dass die digitale Distribution das Publikum vergrößern würden.

"Wir glauben, dass es das Publikum vergrößert", so Feder weiter. "Wir freuen uns über die digitale Distribution, weil wir es additive zu unseren existierenden Partnern sehen. Letztendlich nutzt Distribution den Rechteinhabern und uns geht es vor allem um Copyrights und geistiges Eigentum."

Im letzten Quartal sei die Umsatzquote mit digitaler Distribution bei neun Prozent gelegen, was einen Anstieg von 20 Prozent zum Vormonat gewesen sei. Derzeit werden Titel von Take-Two und Rockstar Games über Xbox Live, PlayStation Network und Steam angeboten. Zudem hat Take-Two ein Vertriebsabkommen mit OnLive abgeschlossen und wird Spiele über den ersten Clouzd-Gaming-Anbieter vertreiben. "Das verbessert unser Kerngeschäft und erhöht den Wert unseres Back-Kataloges, den wir über digitale Kanäle vertreiben", sagte Feder.

Über den Autor

Christoph Holowaty
Christoph Holowaty started the German edition of GamesIndustry in 2010. With over twenty years experience in journalism and the video game business, he was the original founder of MCV in 1995. At Computec Media he had multiple roles such as Co-Editor of PC Games and Chief Reporter for all Computec magazines and websites.

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