Electronic Arts: Klare Absage an kostenpflichtige Demos
Nach Verwirrung um mögliche Preispläne für Demoversionen hat EA die Strategie für Premium-Download-Inhalte klargestellt.
Aufregung in der Spieler-Gemeinde: Der branchennahe US-Börsenanalyst Michael Pachter hatte gegenüber der US-Entwicklerseite Gamasutra die Erwartung geäußert, EA werde in Zukunft längere Demoversionen von Spielen für Preise zwischen 10 und 15 US-Dollar vertreiben.
Nun hat EA auf die Spekulationen rund um Bezahl-Demos reagiert und die eigene Strategie für Premium-Downloadinhalte konkretisiert. „EA arbeitet an einigen Projekten, um den Verbrauchern Premiuminhalte vor, während und nach der Veröffentlichung von physisch vertriebenen Spielen zu liefern“, heißt es in einer offiziellen Erklärung gegenüber GamesIndustry.biz. „Keiner der Ansätze sieht es vor, den Konsumenten traditionell kostenfreie Spiele-Demos in Rechnung zu stellen.“
Weiteren Auftrieb hatten die Spekulationen rund um gebührenpflichtige Demos durch Aussagen von Crytek-Chef Cevat Yerli erhalten, der Bezahlmodelle in einem Interview verteidigt hatte. „Ich denke, wir werden in Zukunft mehr und mehr Spiele sehen, für die es keine Demos gibt, weil es einfach prohibitiv teuer wird“, sagte Yerli gegenüber dem britischen Entwicklermagazin develop. Die kolportierten Demopläne von EA hatte Yerli in diesem Gespräch als „interessant“ bezeichnet. „Die Sache ist doch die: Jedesmal, wenn ein Publisher etwas unternimmt, um diese Industrie zu verbessern, Dinge kommerziell überlebensfähig zu machen und letztlich den Markt zu vergrößern, glauben die Leute sofort an einen Trick um Geld zu machen. Letztlich geht es aber darum, Probleme zu lösen.”
Electronic Arts hatte sich die Vermarktungs- und Vertriebsrechte an Cryteks Shooter Crysis gesichert. Der Titel soll Ende des Jahres für PS3, Xbox360 und PC erscheinen.

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